Ausleitungsverfahren

Verfahren, um Körpersäfte und –gifte vermehrt zur Ausscheidung zu bringen. Zu den eingesetzten Therapien gehören: Aderlaß, Schröpfen, Blutegelbehandlung, Canthariden-Pflaster, Förderung der Diurese und Stuhlausscheidung, Darmspülungen (Colon-Hydro-Therapie), Heilfasten, Schwitzverfahren, sowie der Einsatz von homöopathischen bzw. pflanzlichen Lymph, -Leber- und Nierenmitteln

Umstimmungsverfahren

Durch verschiedene naturheilkundliche Verfahren (z.B. Heilfasten, Eigenblut-Therapie, Hydrotherapie, Ausleitungsverfahren, Neuraltherapie) werden im Sinne eines Reiz-Reaktion-Mechanismus körperliche und psychische Funktionen verändert. Das Ziel ist eine Anregung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystem des Körpers.

Als Indikation gelten chronische Krankheiten und anlagebedingte Schwächen, die nicht durch eine spezifische Therapie zu beeinflußen sind

Aderlaß

Klassisches Ausleitungsverfahren: man entnimmt ca. 50-150 ml Blut aus der Vene.

Anwendungsgebiete: Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Gicht, erhöhte Cholesterin –und Triglyceridwerte, hoher Blutdruck, klimakterische Beschwerden, rheumatische Erkrankungen, Venenerkrankungen, als Präventivmaßnahme bei erhöhtem Hämatokrit, bei Eisenüberladung des Blutes

Blutegeltherapie

Klassisches Ausleitungsverfahren: verwendet wird der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis). Mehrere Blutegel werden auf der Haut für ca. 30 bis 60 Minuten angesetzt. Die Wirkung entspricht der eines Aderlasses nur wesentlich sanfter.

Anwendungsgebiete: z.B. Stoffwechselerkrankungen, Gefäßerkrankungen, Arthrosen, Durchblutungsstörungen.

Nasenreflexzonenbehandlung

Die lokale Reizung endonasaler Reaktionsstellen der Nasenschleimhaut mit ätherischen Ölen bewirkt einen lokalen Lymphdrainageeffekt. Die anatomischen Beziehungen der Nasenschleimhaut zu Hypophyse, Zwischenhirn und vegetativem Nervensystem erklären die therapeutische Beeinflussung fernliegender Krankheitssymptome.

Anwendungsgebiete: z.B. bei chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen, chronische Infektneigung des oberen Atemtrakts, Otitis media

Homöopathie

Dr. Samuel Hahnemann gilt als der Begründer der Homöopathie. Sein Grundprinzip der Homöopathie lautet: „Ähnliches möge durch Ähnliches behandelt werden.“ Dieses Ähnlichkeitsgesetz besagt, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome beim Kranken heilt. Zur Heilung eines Kranken muß also das Mittel gefunden werden, das am Gesunden die ähnlichsten Beschwerden hervorruft.

Ein Beispiel: Allium cepa, die Küchenzwiebel, verursacht bekannterweise beim Gesunden tränende Augen und eine laufende Nase. In der Homöopathie wird Allium cepa deshalb bei Schnupfen mit ständig laufender Nase verschrieben.

Pflanzenheilkunde

Behandlung von Krankheiten und Befindensstörungen durch Pflanzen, Pflanzenteile und deren Zubereitungen. Individuell zusammengestellte Teerezepturen bilden einen großen Therapiebereich innerhalb der Pflanzenheilkunde. Phytopharmaka müssen die Anforderungen des Arzneimittelgesetzes hinsichtlich Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen. Sie haben eine große therapeutische Breite sowie oft weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Medikamente.

Anwendungsgebiete: z.B. Blasen- und Nierenerkrankungen, Herz- Kreislaufbeschwerden, Hauterkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Ödeme

Eigenbluttherapie

Dem Patienten werden in der Regel. 0,5-5ml Blut aus der Vene entnommen und intramuskulär zurückinjiziert. Dem Blut können auch homöopathische bzw. phytotherapeutische Medikamente beigemischt werden. Die Eigenbluttherapie mit intramuskulärer Reinjektion erzeugt eine gewünschte lokale Entzündungsreaktion, eine geringe Erhöhung der Körpertemperatur, einen gesteigerten Stoffwechsel, sowie eine vegetative Umstimmung.

Anwendungsgebiete: z.B. bei allgemeiner Abwehrschwäche, chronische Entzündungen, Infektionen, allergischen Erkrankungen

Eigenurintherapie

Intramuskuläre Verabreichung von ca. 0,5 ml steril filtriertem Urin des Patienten. Die Eigenurintherapie gehört wie die Eigenbluttherapie zu den immunogenen Umstimmungsverfahren innerhalb der Naturheilkunde.

Anwendungsgebiete: z.B. bei Infektanfälligkeit, chronische Harnwegsinfekten, Gestosen im Anfangsstadium, Allergien- v.a. Heuschnupfen, Migräne, Klimakterium

Neuraltherapie

Ein von F. Huneke (1891-1966) entwickeltes Verfahren, bei dem ein Neuraltherapeutikum (Procain, Lidocain) in die Haut injiziert wird. Unterschieden werden die oberflächliche Quaddeltherapie, die Segment- und Störfeldtherapie sowie tiefere Nervenblockaden.

Man versucht Störfelder bzw. Krankheitsherde (z.B. Narben, Muskelverspannungen, lokale Entzündungen der Nasennebenhöhlen) auszuschalten, die häufig selbst keine Beschwerden verursachen, aber andere Organe negativ beeinflussen. Durch die „Entstörung“ der nervalen Informationsübertragung zwischen Störfeld und erkranktem Organ kann es zur Gesundung kommen.

Schröpfen

Klassisches Ausleitungsverfahren, bei dem durch das Aufsetzen einer Glasglocke (mit erhitzter Luft) auf bestimmte Hautareale ein Vakuum (Unterdruck) erzeugt wird. Dadurch wird lokal Blut in die Haut angesaugt (trockenes Schröpfen) oder nach Anritzen der Haut nach außen abgeleitet (blutiges Schröpfen).

Anwendungsgebiete: z.B. Myogelosen, Rückenbeschwerden, Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen, Venenerkrankungen, Bluthochdruck, Tinnitus, Schulter-Arm-Syndrom, Kopfschmerzen, Neuralgien, Menstruationsbeschwerden, Klimakterium

Akupunktur

Aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Therapiemethode, bei der an charakteristischen Punkten der Körperoberfläche an Meridianen entlang Akupunkturnadeln unterschiedlich tief eingestochen werden, wodurch energetische Störungen innerhalb des Organismus ausgeglichen bzw. einzelne Organsysteme angeregt oder gedämpft werden.

Injekt-Akupunktur

Injektion von Neuraltherapeutika, homöopathischen oder phytotherapeutischen Medikamenten in den Bereich von Akupunkturpunkten .

Regulation des Säure-Basen-Haushalts

Die heutige Zivilisationskost ( Fast-Food, Fertiggerichte, ballaststoffarme Kost, zuviel tierisches Eiweiß), Bewegungsmangel, Streß, aber auch chronische Erkrankungen bewirken eine Übersäuerung der Stoffwechsellage des menschlichen Organismus mit all seinen negativen Auswirkungen (z.B. Rheuma, Muskelschmerzen, Gicht, Ablagerungen in den Gefäßen, Erschöpfung, Entzündungen, erhöhte Bluttfettwerte, Erkrankungen der Gelenke, Entmineralisierung der Knochen).

Ernährungsberatung, Infusionen mit Basen-Mineralstoffen und Vitaminen und die regelmäßige Kontrolle des Urin-Ph-Wertes bilden die Grundlagen meiner Therapie zur Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts.

Heilfastenbegleitung

Unter Fasten versteht man den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit. Während dieser Zeit deckt der Körper seinen Energiebedarf aus körpereigenen Fettdepots, der Nahrungsenergie, die der Körper in Zeiten des Überflusses abgespeichert hat.

Fasten bedeutet für den Körper eine innere Reinigung, Entschlackung und Entgiftung und somit gleichzeitig auch eine zukünftige Krankheitsprophylaxe. Durch die gleichzeitige Anwendung von 2-3 Darmspülungen (Colon-Hydro-Therapie) mit anschließender Darmsanierung lässt sich die Entgiftungs- und Entschlackungsleistung des Körpers wesentlich steigern.

Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Gewichtsreduzierung, die sich langfristig halten lässt, wenn nach dem Fasten ein langsamer Kostaufbau und eine Umstellung der Ernährung stattfindet. In meiner Praxis wird das Heilfasten nach Dr. Buchinger und die F.X.Mayr-Kur durchgeführt.

Darmsanierung

Der gezielte Aufbau der Darmflora (Darmsanierung) ist zuständig für ein geregeltes Funktionieren des Immunsystems, aktiviert den Stoffwechsel und steigert das Wohlbefinden. (> Colon-Hydro-Therapie)

Massagen

Die physiotherapeutische Behandlung von Gewebe und Muskeln bewirkt eine Tonusveränderung der Muskeln und eine erhöhte Durchblutung der behandelten Körperregion. Sie dient meist als Vorbereitung für die anschließende Behandlung bei Rückenschmerzen und Bandscheibenbeschwerden.

In meiner Praxis wird die klassische Massage und die Schröpfkopfmassage durchgeführt.

Dehnmobilisation

Durch gezielte Zug- und Dehntechniken versucht man Wirbelfehlstellungen und Wirbelblockaden zu beheben.

Reflexzonentherapie

Reflexzonen sind segmentartige Hautareale am ganzen Körper, die in reflektorischer Weise mit inneren Organen in Verbindung stehen. Erkrankungen innerer Organe können in diese Hautzonen ausstrahlen und so diagnostiziert werden.

Umgekehrt können mit Hilfe verschiedener Therapien (z.B. Ausleitungsverfahren, Massagen, Injektion von Arzneimitteln) erkrankte Organe über diese Hautareale positiv beeinflusst werden.